| Konzeption
(Update:
04.06.2009)
Der
lebendige, fachliche Dialog zwischen Schule, Hochschule und Studienseminar
fördert die Entwicklung neuer Ideen für eine effektive
Begleitung der angehenden Lehrer. Unsere Projektkonzeption verknüpft
Anteile der Fach-didaktik im Rahmen des Studiums der Schulmusik
mit Ausbildungsinhalten des Referendariats (zweite Phase) zu einem
beständigen Angebot für diese beiden Gruppen und schließt
– neu – die Assessoren (dritte Phase) ein; davon versprechen
wir uns zusätzliche Synergie-Effekte.
Die
Charakteristika der Projektkonzeption im Überblick
• hoher Grad bereits bestehender Kooperationen und
vorliegender Erfahrungen
• phasenübergreifende und zugleich phasendurchlässige
Konzeption
• besonderer Fokus auf individuelle Förderung in
der Berufseingangsphase
• professionelle Evaluation unter Einbezug empirischer
Forschungsprojekte
• Entwicklung und Etablierung zukunftsweisender Strukturen
• Zentrale Koordination über ein Sekretariat
• breite Öffentlichkeitsarbeit und Publikationsreihe
1
Bestehende Kooperationen und vorliegende Erfahrungen
Seit
über 150 Jahren arbeiten die Hochschule für Musik und
Darstellende Kunst und das Seminar für Didaktik und Lehrerbildung
(Gymnasien) Stuttgart eng zusammen. Von Anfang an war es ein Anliegen
beider Partner, in den einzelnen Phasen der Lehrerausbildung sowohl
Raum für individuelle Ent-wicklung als auch für systematischen
Aufbau von Kompetenzen zu geben.
Im Orientierungspraktikum zu Studienbeginn, in Seminaren der Erziehungswissenschaft,
in Proseminaren der Musikpädagogik und im Praxissemester
begleiten und lehren Kollegen der Studienseminare. Die Abdeckung
der Ressourcen erfolgt gemeinsam aus Mitteln der Hochschule (Lehraufträge)
und der Seminare (Abordnungen). Die Staatsexamensprüfungen
finden in Form institutionell verankerter Vernetzungen statt und
auch mit den Fachberatern Musik am Regierungspräsidium Stuttgart
existieren bereits verschiedene, zum Teil ähnliche Formen
der Kooperation. Professoren der Hochschule beteiligen sich u.
a. an Veranstaltungen im Bereich der Lehrerfortbildung.
Zwei
Modelle der Zusammenarbeit, die in Baden-Württemberg seit
WS 2000/01 etabliert sind, tragen bereits in besonderem Maße
zur engeren Verzahnung von Theorie und Praxis bei: Die Unterrichtspraxis
und das Praxissemester. Sie bilden für unsere Konzeption
die Basis.
1.1 Unterrichtspraxis (inklusive Orientierungspraktikum)
Schulmusikstudierende im Grundstudium begleiten ein Semester lang
eine Schulklasse (i. d. R. der Unterstufe) eine Std./Woche im
Fach Musik. Ergänzend gibt es Vor- und Nachbesprechungen.
In den ersten Wochen stehen Unterrichtsbeobachtung und Kennenlernen
der SchülerInnen durch die Mit-betreuung von Gruppenarbeiten
im Mittelpunkt, in der Folge gibt es die Möglichkeit, einzelne
Unterrichtsbausteine (Einsingübungen, Einstudierung eines
Liedes, Gruppenarbeit) oder auf Wunsch auch eine ganze Unterrichtsstunde
zu übernehmen.
Ziele
sind erstes Kennenlernen von Unterricht aus der Lehrerperspektive
sowie das Gewinnen von Einblicken in Unterrichtsorganisation und
Unterrichtsplanung. Thematisiert werden der Aufbau einer Unterrichtsstunde,
altersgemäße und kompetenz-orientierte Aufbereitung
von Inhalten (didaktische Reduktion, Visualisierung), Kennenlernen
methodischer Ansätze, Sozialformen, Methoden der Ergebnissicherung,
Medieneinsatz, Reflexion von Lernzielen; Beobachten und Kennenlernen
gruppendynamischer Prozesse, Diskutieren von Lösungen anhand
von Problemstellungen, die sich aus dem Unterrichtsverlauf ergeben;
Erkennen von Chancen und fachspezifischen Herausforderungen des
Faches Musik; Impulse für bewusstere Schwerpunktsetzung im
Studium; Reflexion der eigenen beruflichen Orientierung.
1.2
Praxissemester
Idealerweise baut das Praxissemester inhaltlich auf den Erfahrungen
der vorbereitenden Unterrichtspraxis auf. Am Standort Stuttgart
wird es von den o. g. Projektpartnern in besonderer Weise curricular
entwickelt und umgesetzt. Die sich bis dahin nur auf eine Klassenstufe
beziehenden, also horizontal gemachten Erfahrungen werden nun
deutlich erweitert und vertieft, indem die Studierenden über
13 Wochen mehrere Klassen verschiedener Stufen und in beiden Unterrichtsfächern
begleiten und auf diese Weise einen Querschnitt durch alle Altersstufen
mitsamt der sich ergebenden fachlichen, altersbedingten, aber
auch gruppendynamischen Herausforderungen kennenlernen. Konnten
in der Orientierungsphase lediglich Einzelstunden beobachtet werden,
so erhalten die Studierenden nun durch ihre kontinuierliche Anwesenheit
an der Schule Einblick in größere Zusammenhänge.
Auch
das eigene Unterrichten wird ausgebaut: Aus der Entwicklung einzelner
Unterrichtsbausteine werden sie sukzessive zur Planung längerer
Unterrichtsphasen, ganzer Unterrichtsstunden und kleiner Unterrichtseinheiten
(z.B. Improvisationsworkshop Blues, Komponistenportrait) hingeführt.
Die in Verbindung mit der Unterrichtspraxis beschriebenen Fähigkeiten
und Fertigkeiten im Zusammenhang mit der Planung, Durchführung
und Reflexion von Unterricht werden gefestigt und vertieft. Durch
die Teilnahme an Gesamtlehrer- und Klassenkonferenzen, Elternabenden
usw. rückt frühzeitig das gesamte Tätigkeitsfeld
Schule ins Blickfeld. Daneben besteht die Möglichkeit, sich
in die schulischen Arbeitsgemeinschaften einzubringen (z.B. Übernahme
von Stimmproben, Mitgestaltung von Probenphasen) und außer-schulische
Veranstaltungen wie Konzert- und Opernbesuche sowie Projekte mit
Partnern des öffentlichen Musiklebens mit zu organisieren
und zu begleiten.
Die
im Praxissemester gewonnenen Erfahrungen nutzen die Studierenden
für eine durchdachte Schwerpunktsetzung im Hauptfachstudium
und auch, um sich der persönlichen Eignung für den Beruf
des Lehrers bewusster zu werden. Nicht selten ergeben sich Themen
für eine Staatsexamensarbeit der sog. besonderen Form (z.B.
Schuloper, kleine systematische Studien, Unterrichtsmaterial für
Improvisation).
Erfahrungen
austauschen, voneinander lernen, dabei möglichst nah am Bedarf
des schulischen Alltags bleiben und diesen doch beständig
fortentwickeln, diese Gedanken prägen das Stuttgarter Modell.
2 Die Projektidee: Phasendurchlässige Module
Wichtige
Vorarbeiten für die Etablierung eines durchgängigen
curricularen Prozesses sind durch die gemeinsame Gremienarbeit
im Rahmen der Studien- und Prüfungsordnungen sowie der Kompetenzformulierungen
für die neuen modularisierten Studiengänge und das Referendariat
geleistet worden. Diese noch enger zu verzahnen und aufeinander
abzustimmen, ist ein Impuls für die Projektpartner im Rahmen
der gemeinsamen Arbeit. Daneben zeichnet sich unsere Projektidee
gerade dadurch aus, dass sie das Spiralcurriculum zusätzlich
und quasi konterkarierend, bedarfsorientiert und individualisierend,
von vorn herein phasendurchlässig durchquert.
Ausgehend von einer Bestandsaufnahme bereits bestehender Kooperationen
und der Analyse von Optimierungs-potenzialen können folgende
Leitgedanken genannt werden:
•
die Maßnahmen sollen in Kooperation zwischen Hochschule,
Studienseminaren und Ausbildungsschulen zur qualitativen Weiterentwicklung
der Lehrerausbildung im Fach Musik beitragen
• durch Integration der verschiedenen Ausbildungsphasen
sollen diese Phasen auch gedanklich von den Studierenden, ReferendarInnen
bzw. LehrerInnen aufeinander bezogen werden. Auf diese Weise
können Erfahrungen aus der Unterrichtspraxis noch stärker
zum Impuls für Schwerpunktsetzungen im Studium werden und
umgekehrt können gezielt ausgewählte Lehrangebote
von Hochschule und Seminar die Unterrichtspraxis insbesondere
der dritten Ausbildungsphase gewinnbringend unterstützen
•
die Angebote sollen eine deutlich unterrichtspraktische Perspektive
aufweisen und damit zum Aufbau musik-pädagogischer Handlungskompetenz
beitragen
•
wichtiges Prinzip dieser Angebote zum Kompetenzerwerb ist ihre
Nachhaltigkeit. Diese wird durch entsprechende zeitliche Strukturierung
einzelner Modulabschnitte sowie deren Evaluation gesichert
Zur
Realisierung der genannten Ziele dient insbesondere das Konzept
der phasendurchlässigen Module. Dabei handelt es sich um
institutionsübergreifend entwickelte und durchgeführte
thematische Workshop- und Coaching-Angebote zu musikpädagogischen
Schwerpunkten, deren Relevanz und Dringlichkeit sich vor allem
aus der Arbeit mit Praktikanten und Referendaren sowie aus Gesprächen
mit Berufsanfängern ergeben haben. Sie stehen sowohl Studierenden
als auch Referendaren und Lehrern in der Berufseingangsphase zur
Entwicklung und Vertiefung ihrer Kompetenzen offen.
Zu
jedem Themenbereich werden jeweils ein Hochschuldozent und ein
Schulpraktiker (Seminarfachleiter, Fachlehrer) im Team eine (auch
zweitägige) zentrale Veranstaltung in Form eines Workshops
leiten. Jeder Teilnehmer erhält im Anschluss an die Veranstaltung
durch mindestens einen der Referenten nach Absprache einen Coaching-Besuch
im jeweiligen schulischen Umfeld (Praxissemester, Referendariat,
selbstständiger Lehrauftrag). Dieser Besuch stellt die Nutzanwendung
des Erlernten sicher und ermöglicht eine individuelle Betreuung
in der konkreten Praxissituation.
Eine
Besonderheit des Faches Musik besteht darin, dass die Vermittlung
ästhetischer Inhalte eng mit persönlichen Empfindungen,
Motivationen aber auch instrumentellen Fähigkeiten und Fertigkeiten
verbunden ist. Aus diesem Grund ist Arbeit in kleinen Gruppen
vorzusehen, in denen zum einen besser auf die individuellen Bedürfnisse
eingegangen werden kann (instrumentalpraktische Fertigkeiten bedingen
angeleitete Übezeiten am Instrument) und zum anderen erträgliche
akustischen Rahmenbedingungen geboten werden.
Das
Angebot phasendurchlässiger Module geht in idealer Weise
auf die reale Situation von Studierenden, ReferendarInnen und
BerufseinsteigerInnen ein: Durch unterschiedliche Studienorte
und Schwerpunktsetzungen während des Studiums (so gibt es
z.B. etliche Bundesländer, die kein Praxissemester innerhalb
des Studiums der Schulmusik verankert haben) ist eine gesicherte
gemeinsame Basis aller Musikhochschulabsolventen zu Beginn des
2. Ausbildungsabschnittes nicht realistisch.
Im
Rahmen des Angebotes phasendurchlässiger Module erhalten…
• …Studierende die Gelegenheit,
eine frühzeitige Anbindung der Studieninhalte an die Unterrichtspraxis
zu erleben, können aufgrund ihrer Erfahrungen in den praxisbezogenen
Workshops bewusster Schwerpunkte im Studium setzen und sich
mit bereits im Beruf stehenden Personen austauschen, gedacht
ist u. a. an Patenschaften zwischen Studierenden und Referendaren
und Unterrichts-Tandems
• …ReferendarInnen die Möglichkeit,
bestehende Defizite auszugleichen und aufzuarbeiten, auch unter
Anleitung spezialisierter Studierender (vor allem im Schulpraktischen
Klavierspiel), sie können sich mit JunglehrerInnen austauschen,
die bereits voll verantwortlich im Berufsleben stehen
•
…BerufseinsteigerInnen die Gelegenheit,
bestehende Defizite, die z. T. erst im Laufe der ersten Berufsjahre
ans Tageslicht kommen, auszugleichen; sie finden auf diese Weise
in den ersten Jahren des Berufseinstiegs fachliche und auch
moralische Unterstützung
Das
Modell bietet einen differenzierten Umgang mit den Bedürfnissen
der verschiedenen Zielgruppen. Die unter-schiedlichen Voraussetzungen
und Perspektiven der TeilnehmerInnen in den Workshops eröffnen
die Chance einer vielschichtigen und reflektierten Sicht auf die
Dinge und gewährleisten einen befruchtenden Austausch. Die
vertiefte Durchdringung und Praxisanbindung von Inhalten und Kompetenzen
leistet einen Beitrag zur Nachhaltigkeit des Erarbeiteten.
3
Entwicklung und Etablierung zukunftsweisender Strukturen
3.1 Evaluation unter Einbezug empirischer Forschungsprojekte
Damit etablierte Strukturen aktuellen Strömungen in angemessener
Weise begegnen und sie evtl. aufgreifen, sollten sie sich und
ihre Inhalte in überschaubaren Abständen hinterfragen.
Ein Instrumentarium zur Evaluation ist daher fester Bestandteil
unserer Planung. Nachdem das Studienseminar in nahezu allen Bereichen
auf weitreichende Erfahrungen mit Evaluationen zurückgreifen
kann, haben wir uns für eine durchgängige wissenschaftliche
Begleitung unter Federführung der Professur für Systematische
Musikpädagogik an der Staatlichen Hochschule für Musik
und Darstellende Kunst Stuttgart entschieden.
Unterrichtsforschung
ist ein wichtiges Feld empirischer Musikpädagogik, das bislang
eher im Norden und Nordwesen der Bundesrepublik Daten vor allem
in GHR-Schulbereich erhebt. Eine Untersuchung der Lehrerfortbildung
liegt noch nicht vor, ebenso fehlen Studien zum Bedarf junger
Musiklehrer. Hier trifft unser Interesse auf ein Forschungsdesiderat,
in dessen Umfeld sicherlich kleinere Studien unter studentischer
Beteiligung oder im Rahmen von Abschluss-Arbeiten im Master Musikpädagogik
entstehen werden.
3.2
Entwicklung und Etablierung zukunftsweisender Strukturen
Um die Kooperation zwischen den Institutionen auch unabhängig
von der jeweiligen personalen Besetzung und deren Vorwissen längerfristig
sicher zu stellen ist geplant, im Laufe des ersten halben Jahres
einen Entwicklungsplan zu erstellen, der den unterschiedlichen
Realisierungsphasen Rechnung trägt und sowohl als Basis für
die Evaluation als auch zugleich für die Kommunikation des
Projektes in der Öffentlichkeit dient.
Ein
weiterer, wesentlicher Bestandteil der gemeinsamen Arbeit richtet
sich auf die Entwicklung neuer Prüfungsmodalitäten,
die den veränderten, praxisorientierten Inhalten sowohl einiger
Bereiche des Studiums (Modulprüfungen im Proseminarbereich,
Integrative Prüfung) als auch des Referendariats (Präsentationsanteile)
Rechnung tragen. Eng mit ihnen verknüpft sind neue und vor
allem vielseitigere Formen der Beratung und damit verbunden Möglichkeiten
zum Ausgleich von Defiziten durch Vermittlung phasendurchlässiger
Module.
Die
bestehende Kooperation, vom Kultus- und Wissenschaftsministerium
gefördert und durch gemeinsame Einrichtungen etabliert, soll
durch eine Ressourcen-Umverteilung hinzugewinnen. Der relativ
kleine Fachbereich mit ca. 160 Schulmusikstudierenden und –
je nach Jahrgang – zwei bis drei Kursen Musikreferendaren
ist überschaubar und bietet sich für exemplarische Arbeit,
die gegenseitige Kompetenzen ausnutzt, geradezu an.
4
Öffentlichkeitsarbeit und Organisation
Flankiert werden diese Maßnahmen durch eine breite Öffentlichkeitsarbeit,
eine eigene Website mit entsprechenden, themenbezogenen Kommunikationsforen
und einer didaktisch-methodischen Materialreihe, die aus den Themenangeboten
erwächst. Nicht zuletzt dadurch sollen Strukturen geschaffen
werden, die beispielhafte Erfahrungen in diesem Bereich ermöglichen
und zugleich über die Projektlaufzeit hinaus weisen und wirken
können.
4.1 Breite Öffentlichkeitsarbeit
Die Musikhochschulen, Seminare und Schulen sollen über die
neuen Kooperationsmöglichkeiten ausgiebig informiert werden.
Studenten der Schulmusik, Musikreferendare und Berufseinsteiger
müssen auf mehreren Ebenen angesprochen werden, so dass für
die neue und ergänzende Ausbildungsstruktur größtmögliche
Aufmerksamkeit erzielt wird. Zu Beginn und auch im weiteren Verlauf
der neuen Kooperation wird regelmäßig auch die regionale
und überregionale Presse informiert. Flyer werden über
den Verteiler des Regierungspräsidiums und des Musikreferats
im Kultusministerium an Schulen, Seminaren und Musikhochschulen
versendet und Anzeigen und Berichte in Fachzeitschriften geschaltet.
Als
wichtiger und nachhaltiger Informationspool fungiert die Homepage
http://lehrer-bilden.schulmusiker.info.
Sie bildet einen virtuellen Raum, in den sowohl Informationen
über Veranstaltungen als auch Unterrichtsmaterialien, Anlaufadressen
u. v. m. gestellt und damit wechselseitig verfügbar werden.
Auf ihr wird zudem ein blog eingerichtet, in dem sich Studierende,
Referendare und junge Kollegen unabhängig von festen Zeiten
oder Orten treffen und austauschen können.
4.2 Publikationsreihe
Eine didaktisch-methodische Materialreihe, die sowohl die Evaluation
dokumentiert als auch die Projektidee und ihre Entwicklung publiziert,
kann kostengünstig vom Studiengang Schulmusik bspw. über
Tutorate erstellt und als book on demand über das Projektsekretariat
vertrieben werden. Die hierzu notwendige redaktionelle Arbeit
ist regelmäßiger Bestandteil der Lehre, zudem wirkt
die Arbeit im Projekt auf diese Weise in die Hochschule zurück.
4.3 Zentrale Koordination über ein Sekretariat
Eine effektive Öffentlichkeitsarbeit ist unumgänglich,
auch um zusätzlich Sponsoren nachhaltig für unsere Arbeit
zu interessieren. Hinzu kommen Organisation und Pflege der Homepage.
Das kann nur ein Projektsekretariat leisten (50 % TV-L 5 oder
6), das zudem als zentrale Anlaufstelle unbedingt notwendig und
daher entweder dem Seminar oder der Staatlichen Hochschule für
Musik und Darstellende Kunst Stuttgart anzugliedern ist.
5
Projektmittel
Die Räumlichkeiten des Staatlichen Seminars für Didaktik
und Lehrerbildung Stuttgart und der HfMuDK Stuttgart stehen kostenfrei
zur Verfügung, ebenso die Musikräume der kooperierenden
Schulen. Medien für die Beobachtung und Dokumentation von
Unterricht sind an allen Standorten vorhanden und können
kostenfrei genutzt werden. Ein derartig offenes System wie das
geplante muss allerdings auf eine relativ hohe Anzahl an Lehrauftragsstunden
zurückgreifen können (bspw. für Gastdozenten und
Coaching-Angebote).
Die Anwerbung von Drittmitteln (z.B. über die ortsansässige
Robert-Bosch-Stiftung) und die Einrichtung einer festen Mitarbeiterstelle
aus Mitteln des Landes (Gleichstellungsprogramm) sind integrale
Bestandteile der Projektplanung, um die Nachhaltigkeit der auf
den Weg gebrachten Prozesse gewährleisten zu können.
6
Netzwerk und Forum
Ergänzend zum Austausch unter Studierenden, Referendaren
und Berufsanfängern wird ein Netzwerk der Moderatoren an
den Schulen und der am Projekt beteiligten Lehrenden aufgebaut,
das in regelmäßigen Abständen zum Gedankenaustausch
einlädt. Der Stand nach drei Jahren Arbeit soll im Rahmen
eines Symposiums zur Diskussion gestellt werden, das die Ergebnisse
dokumentiert und die Projektidee abschließend reflektiert.
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